Kann man von einem Sonnenbrand Narben bekommen?


Kann man von einem Sonnenbrand Narben bekommen? Ein Sonnenbrand hat dir bestimmt schon alle mal die Konsequenz vor Augen geführt, was passieren kann, wenn du viel zu lange UV-Strahlung ausgesetzt warst. Deine Haut wird rot und es brennt wortwörtlich.

Aber kann die Sonne deine Haut eigentlich so sehr beschädigen, dass du durch einen Sonnenbrand Narben bekommst? Hier einmal die Antwort darauf und einige andere interessante Fragen, den ich auf den Grund gegangen bin.  

Kann man von einem Sonnenbrand Narben bekommen? Ja, du kannst von einem Sonnenbrand Narben bekommen. Ein Sonnenbrand ist die akute Entzündung deiner obersten Hautschicht und entsteht dann, wenn du zu viel UV-B-Strahlung abbekommen hast. Die Symptome sind Juckreiz, gerötete Haut, Spannen, Brennen und schließlich auch die Blasenbildung, welche zudem für die Narbenbildung verantwortlich ist.

Dass ein Sonnenbrand nichts Gutes heißt, war ja klar. Aber dass du auch noch Narben davontragen muss, zeigt wie sehr deine Haut darunter leidet. Genau deshalb habe ich mich etwas näher mit einem Sonnenbrand befasst. Hier einmal alles was du über einen Sonnenbrand wissen solltest! 

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Warum kriegen wir einen Sonnenbrand? 

Schon mal Angst vor einer Feder gehabt? Vermutlich eher nicht. Und ich sage dir gerne auch warum, denn eine Feder wird dir keinen Schaden zufügen und das weißt du. Streichst du dir mit einer Feder über die Haut, spürst du ein zartes Gefühl, dass deine Haut eher kitzelt, als schadet. So in etwa wie, wenn du in der Sonne liegst.

Du spürst die Sonnenstrahlen auf deiner Haut und denkst dir nichts weiter dabei. Denn es fühlt sich sogar sehr angenehm an, aber leider sind die Sonnenstrahlen nicht so harmlos wie eine Feder… 

Trotz der positiven Einflüsse der Sonne auf dich, solltest du die negativen Aspekte nicht völlig aus dem Auge lassen. Denn es sind die Sonnenstrahlen, die deine Gesundheit beeinträchtigen können, wenn das Reparatursystem deines Körpers nicht mehr hinterherkommt.  

Dein Körper hat seinen eigenen Schutzmechanismus, wenn es darum geht, der Sonne entgegenzuwirken. Gewöhnst du dich langsam an die Sonne, kann sich in deiner oberen Hautschicht eine Hornhaut entwickeln, die es der UV-Strahlung schwerer macht einzudringen.

Auch deine Ernährung und das viele Trinken, können beim Schutz vor der Strahlung, im gewissen Maße, helfen. Jedoch genügt das alles nicht, um sich längere Zeit, ohne Schaden, in der Sonne aufzuhalten. 

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Zuständig für deinen Sonnenbrand sind die sogenannten kurzwelligen UV-B-Strahlen. Diese dringen in deine obere Hautschicht ein und können so deine Zellen schädigen.

Dabei wird als Langzeitfolge Hautkrebs wahrscheinlicher, da auch dein Erbgut beschädigt und über die Zeit verändert wird. Auch die UV-A-Strahlen verändern dich negativ, da sie langwellig sind, dringen sie tiefer in deine Haut ein und fügen dir an den Stellen schaden zu, die für die Elastizität und Spannung deiner Haut wichtig sind, als Folge der UV-A-Strahlen wirst du dann auch schneller alt.

Denn kommt dein Körper mit dem Heilungsprozess nicht mehr hinter her, werden deine obersten Hautzellen, wie bereits erklärt, zerstört. Dein Körper stellt dies fest und leitet den programmierten Zelltod ein, eine Apoptose. Nun stirbt deine oberste Hautschicht gewillt ab.

Dabei wird ein Botenstoff freigesetzt, der dazu führt, dass sich deine Blutgefäße weiten. Da deine Durchblutung nun höher ist, bist du an den Stellen auch rot und warm, aber nur so können deine weißen Blutkörperchen deine toten Zellen entsorgen.  

Deine Haut schwillt an, beginnt zu jucken, spannt und pellt sich dann auch irgendwann. Was ein gutes Zeichen ist, denn dann hat dein Körper die toten Zellen beseitigt und kann sich auf das Regenerieren konzentrieren.

Hast du dich jedoch schlimm verbrannt, kommt es zu einer Blasenbildung, welche häufig mit Fieber in Kombination auftritt. Genau hier kann es zu einer Narbenbildung kommen, da die Blasen platzen und sich an diesen Stellen eine neue Haut bilden muss. 

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Das hilft bei einem Sonnenbrand! 

Das erste Gebot bei einem Sonnenbrand ist immer und so schnell wie möglich, aus der Sonne raus zu gehen, schließlich ist die Sonne auch der Grund für deinen Schmerz. Wenn du dich verbrennst, hältst du deine Hand auch nicht weiter in die Flamme! Kannst du nicht sofort aus der Sonne gehen, versuche dann zu mindestens deine Haut, so gut wie möglich, abzudecken.  

Jetzt muss die Entzündung gekühlt werden. Auch wenn das Internet zu speziell gekühlten Mitteln rät, ist kaltes Wasser, die schnellste und beste Lösung. Ist der Sonnenbrand noch heiß, wird lieber lauwarmes Wasser empfohlen, auch bei Kindern sollte man auf die Temperatur aufpassen, da diese leichter unterkühlen. Leidest du unter einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, wäre ein langsamer Abfall der Temperatur empfehlenswerter für dich.

Oft wird auch kalter Quark empfohlen. Hier musst du aber besonders vorsichtig sein, denn trocknet der Quark einmal auf der schmerzenden Stelle, wird die Entfernung nicht gerade angenehm. Außerdem geht es auch hier, nur um den kühlenden Effekt. Stell dich einfach kurz unter die Dusche oder befeuchtet ein sauberes Tuch. 

Wichtig ist, dass du schaust, wie gut du mit dem kalten Wasser zurechtkommst und dementsprechend handelst. 

Trage danach eine Lotion auf um der Entzündung entgegenzuwirken und weiteren Schaden zu eliminieren, da nun eine erhöhte Infektionsgefahr für dich herrscht. 

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Sag nein zu einem Sonnenbrand! 

Ich komme hier kurz wieder auf die Feder zurück: Du fürchtest sie nicht, da sie sich nicht schädlich auf deiner Haut anfühlt und du hinterher auch keine Folgen davon trägst. Anders als bei Sonnenstrahlen. Diese fühlen sich zu Beginn gut an und bestrafen dich später.

Und sogar ein Sonnenbrand, der dich für einige Zeit unter seinem schmerzhaften Fittich nimmt, sehen einige Menschen, nicht als Gefährdung der eigenen Gesundheit an, sondern viel eher, als eine schnelle Option braun zu werden.  

Dir ist aber nun bewusst, was in deinem Körper geschieht, wenn du einen Sonnenbrand bekommst. Und deshalb weißt du auch, dass weder die UV-Strahlung, noch der Sonnenbrand, Geschenke des Universums sind. Die einzige logische Schlussfolgerung ist, zu lernen wie du dich immer noch nach Lust und Laune in der Sonne aufhalten kannst, aber verstehst, wenn deine Haut ihre Grenze erreicht hat.  

Dafür musst du wissen, welchem Hauttyp du angehörst. Diese sind nach der Sensibilität gegenüber der Sonnenstrahlung kategorisiert und geben dir die Dauer an, die du ohne Schutz in der Sonne verbringen kannst. Mach am besten den Test auf der Seite des Bundesamtes für Strahlenschutz

Zudem ist dies gut für den Kauf von einer Sonnencreme. Denn der LSF sagt dir, um welche Zeit sich dein Eigenschutz verlängert, wenn du sie aufträgst. Trage sie auch regelmäßig nach, denn die Creme geht schnell durch Reibung verloren! Wichtig ist auch, dass deine Sonnencreme dir für UV-B- und UV-A-Strahlen Schutz bietet und am besten ohne unverträgliche UV-Filter und Parfums produziert wurde

Kleidung kann aber auch, wie ein Schild, gegen UV-Strahlung fungieren. Je dichter der Stoff, desto weniger Strahlung kommt durch. Also bedecke am besten die empfindlichen Stellen von deinem Körper, wie zum Beispiel deinen Kopf, mit einem Hut. 

Auch das Plätzchen, das du wählst, kann einiges hermachen. Ideal wäre es, wenn du dich in den Schatten legst. Hier kannst du nämlich auch braun werden, deshalb solltest du hier auch nicht vergessen, dich gründlich einzucremen. Meide demnach Orte, die die Sonnenintensität steigern, indem sie die Strahlung reflektieren, wie zum Beispiel Wasser oder sogar Sand. 

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Weitere Fragen zu *Kann man von einem Sonnenbrand Narben bekommen* 

Wann darf man nach einer OP wieder in die Sonne? Eine Narbe sollte von UV-Strahlung mindestens drei Monate ferngehalten werden, da die Folge eine Pigmentverschiebung im Wundbereich sein könnte. Dementsprechend könnte sich eine Narbe dauerhaft hell oder dunkel färben. Auch wenn du deine Narbe durch Kleidung bedeckst, ist ein Pflaster oder Sunblocker empfehlenswert, weil UV- Strahlung auch durch deine Kleidung kommt.

Welche Sonnencreme sollte auf Narben verwenden? Eine vollständig ausgereifte Narbe ist in den meisten Fällen weich, blass und flach. Sie sollte deshalb mit einem hohem LSF von 50, vor allem am Anfang, geschützt werden.  

David Patzke

Ich helfe dir beim Bräunen! Nachdem ich lange Zeit nur rot statt braun wurde, habe ich endlich den Code zum braun werden geknackt.

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