Sind UV-Strahlen auch im Schatten? Eine Erklärung!


Sind UV-Strahlen auch im Schatten? Du genießt die Sonne in vollen Zügen bis…na ja, bis der eine Gedanke hochkommt. Du erinnerst dich nämlich genau an das letzte Mal, als du zu lange in der Sonne lagst und einen Sonnenbrand mit nach Hause nehmen musstest. Es ist dir schließlich nicht ganz unbewusst, dass manche Menschen auf diese Weise Hautkrebs bekommen. So suchst du dir ein schattiges Plätzchen, ohne zu wissen, ob sich die UV-Strahlen auch im Schatten befinden? Hier eine Erklärung!

Sind UV-Strahlen auch im Schatten? Ja, im Schatten kriegst du zwar keine direkten UV-Strahlen ab, jedoch wird das Licht gestreut und strahlt somit von allen Seiten. Zudem können UV-Strahlen reflektiert werden und sind deshalb auch in relativ hohe Mengen im Schatten. Angesichts dessen kann es sein, dass bis zu 50 Prozent der UV-Strahlen, auch im Schatten zu finden sind.  

Ein schattiges Plätzchen zum Schonen der eigenen Haut ist entsprechend nicht immer ein sicherer Ort für dich. Was ich dabei noch herausgefunden habe und du unbedingt beim Sonnen beachten solltest, siehst du dann im Verlauf des Artikels. 

ID 86190560 © Dmytro Dudchenko Dreamstime.com

Was UV-Strahlen sind und wo sie noch unbewusst auf uns treffen 

Für uns ist ultraviolettes Licht mit den bloßen Augen nicht sichtbar, wir nehmen es viel eher durch den Effekt, den es auf uns hat, wahr. Wir werden braun! Allgemein könnte man also sagen, dass Strahlung uns verändert. Ich weiß zwar nicht wie es euch damit geht, aber das Wissen, dass mich etwas verändert, etwas dass ich nicht sehen kann, macht mich neugierig.

Deshalb habe ich mir vorerst drei Fragen gestellt: Was für UV-Strahlen gibt es, was unterscheidet sie untereinander und was genau bedeutet das für uns? 

Zu beachten sind UV-A-Strahlen, UV-B-Strahlen und UV-C-Strahlen. Das unterscheidende Kriterium ist die Wellenlänge, während die UV-A-Strahlen die längste Wellenlänge haben, folgen darauf die UV-B-Strahlen und zuletzt die UV-C-Strahlen. So dringen UV-A-Strahlen am tiefsten in die Haut und sind es auch, die beim Alterungsprozess beteiligt sind. Die UV-B-Strahlen dringen nur in die Oberhaut ein und sind für unseren Sonnenbrand verantwortlich.

Dabei ist interessant, dass die Ozonschicht der Erdatmosphäre als Filter für Strahlung fungiert. Während die langwelligen UV-A-Strahlen so noch auf die Erdoberfläche kommen, werden die kurzwelligen UV-B-Strahlen zum größten Teil abgefiltert und UV-C-Stahlen kommen fast gar nicht durch. Das ist auch gut so, denn je kürzer die Wellenlänge, desto schlechter für unsere Gesundheit.

Und da reflektiertes Licht weniger kurzwelliges Licht enthält, werden wir im Schatten gleichmäßiger braun, aber auch schneller älter. 

Wir wissen jetzt, was es mit den UV-Strahlen auf sich hat und was sie mit uns anstellen. Dann wird es höchste Zeit zu schauen, wo sie wortwörtlich auf uns treffen. 

  • Unter einem Sonnenschirm: Auch hier wird das Licht am Boden reflektiert und lenkt ca. 50 Prozent der UV-Strahlen unter unseren Sonnenschirm, dabei ist aber auch die Dichte des Materials nicht ganz unbedeutend, denn auch hier können Strahlen durchdringen, was zu einem Sonnenbrand führen kann. 
  • Durch unsere Kleidung: Hier heißt es, je dunkler und dichter der Stoff, desto weniger UV-Strahlen für unsere Haut. 
  • Das Autofenster: Leider werden nur die UV-B-Strahlen durch das Autofenster abgehalten, demnach kommen die UV-A-Strahlen durch. Das erkennt man gut bei langjährigen Taxi- oder LKW-Fahrern. Dort sieht man nämlich am linken Arm ein fortgeschritteneres Altern als am rechten Arm. 
  • Unterm Wasser: Noch 30 cm unter dem Wasser kommen die UV-Strahlen durch. Dabei passiert es häufig, dass man durch das kühle Wasser eine Sicherheit vor der Sonne spürt, die gar nicht gegeben ist. Wir kriegen aber sehr wohl viele UV-Strahlen ab. 
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Es hat uns nicht nur der Schatten getäuscht, sondern auch einige andere Ort, an die ich eher weniger gedacht hätten, wenn es um meinen Schutz vor UV-Strahlung geht. Welche Irrtümer sich noch in unserem Alltag verbergen, siehst du im nächsten Abschnitt. 

Das solltest du auch über das Sonnen wissen! 

Oberflächliches Wissen kann manchmal gefährlicher sein, als kein Wissen, weil dich da noch die Ungewissheit vor zu schnellen Entscheidungen schützt. Am besten ist es aber, ausreichend informiert zu sein, weil du dann genau abschätzen kannst, welche Kriterien eine Rolle spielen. 

Das Nachkremen wird nämlich von manch einen, wie das Nachtanken eines Autos gesehen. Ist das Benzin alle, kann man es auffüllen und weiterfahren. Wer sich einkremt, sollte aber nicht glauben, dass das Nachkremen, die Schutzzeit verlängert!  

Nur ein Sonnenbrand ist schädlich, die Bräune aber nicht… Falsch! Bräune ist immer schon eine Schädigung der Haut und dient auch nicht als Schutz vor UV-Strahlen. Du solltest trotz gebräunter Haut einen hohen Schutzfaktor nutzen, um weiteren Schaden zu meiden. 

Viel Sonne stärkt das Immunsystem, welch ein Irrtum. Es stimmt, dass die Sonne auch in manchen Dingen ihre Vorteile trägt, jedoch ist viel Sonne, kein Muskeltraining für dein Immunsystem. Im Gegenteil sogar, es kann schaden. Herpes ist dem ein treuer Begleiter und du kein großer Fan von Herpes. Also auch hier solltest du darauf achten, nicht zu lange unter der prallen Sonne zu liegen, im Glauben, es täte dir gut. 

So leicht kann es sein, Halbwissen zu entgehen und Fehler zu meiden! Deshalb geht es auch gleich weiter, denn es gibt so viel mehr… 

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Wie sonnt man sich richtig? 

Hier angelangt denkst du dir bestimmt “Kann ich mich überhaupt richtig sonnen?“, natürlich kannst du das. Wichtig ist, einfach zu schauen, worauf es wirklich ankommt und da du bereits weißt, was die dont´s sind, kannst du dich ja jetzt auf die do’s konzentrieren.  

Schon mal was von einer Lichtschwiele gehört? Sie ist nämlich die Hornschicht der Haut, welche sich bildet, wenn du dich langsam und regelmäßig an die Sonne gewöhnst. Glücklicherweise sieht man die Verdickung der oberen Hautschicht nicht, jedoch reduziert sie die Belastung durch UV-Strahlen, indem sie das Eindringen in eine tiefere Hautschicht hemmt. 

Wenn du dir eine Sonnencreme kaufst, achtete am besten darauf, dass diese ein klaren UVA- und UVB-Bereich haben. Zudem ist wichtig die Sonnencreme dick aufzutragen und auch einwirken zulassen. Creme dich über den Tag dann immer mal wieder ein, sodass der Schutzfilm auch bestehen bleibt.  

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Am besten geht ihr auch nicht dann in die Sonne, wenn sie gerade am stärksten scheint. Wartet bis die Mittagssonne vorüber ist und sonnt euch erst dann.  

Je nach eurem Hauttyp könnt ihr euch unterschiedlich lang mit gutem Gewissen sonnen. Am besten macht ihr den Test auf der Seite vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), um herauszufinden wie lange genau das für euch ist.

Also halte diese Kriterien für dich fest, um deiner Haut einen Gefallen zu tun, aber gleichzeitig auch mal die Sonne genießen zu können.  Auch hier gilt für dich, dass du lernen musst, Dinge in Maße zu genießen, denn die Dosis macht das Gift! 

Weitere Fragen zu *Sind UV-Strahlen auch im Schatten* 

Was sind die Folgen von UV-Strahlung? Besonders betroffen sind Augen und die Haut. Kurzfristig können Folgen wie Hornhaut- und Bindehautentzündungen, Netzhautschäden, Sonnenbrände und eine Unterdrückung des Immunsystems auftreten. Langzeitige Folgen sind: Hautkrebs und vorzeitige Hautalterung. 

Wofür sind UV-Strahlen gut? In der Forschung gibt es für UV-Strahlen, besonders künstliche, eine breite Palette an Anwendungen. In der Medizin werden diese zur Bekämpfung von Hautkrankheiten genutzt, trotz Risiko. Kurzwellige Strahlung ist äußerst energetisch und wird zur Abtötung von Bakterien, Viren und Kleinstwesen verwendet. Die Forensiker weisen mit UV-Strahlung biologische Spuren nach.

David Patzke

Ich helfe dir beim Bräunen! Nachdem ich lange Zeit nur rot statt braun wurde, habe ich endlich den Code zum braun werden geknackt.

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