Was bedeutet SPF 50? Und andere Lichtschutzfaktoren!


Auf der Suche nach Sonnencreme im Ausland bist du sicherlich über Sonnencremes mit SPF 50 gestolpert. Was SPF 50 bedeutet, welche anderen SPF es gibt und wie das ganze ins deutsche Umzurechnen ist, zeige ich dir heute in diesem Artikel. 

Was bedeutet SPF 50? SPF 50 ist eine Abkürzung für sun protection factor 50. Sun protection factor heißt auf Deutsch Lichtschutzfaktor. Wenn also auf einer Sonnencreme SPF 50 steht, bedeutet das so viel wie Lichtschutzfaktor 50. 

Es handelt sich also um einen Lichtschutzfaktor von 50, wenn von SPF 50 gesprochen wird. Doch wie lange kannst du damit in die Sonne? Welche Lichtschutzfaktoren gibt es noch? Und ab wann benötigst du überhaupt einen SPF von 50? 

Ich zeige dir heute alle Lichtschutzfaktoren nach Hauttyp, damit zum Thema Sonnencreme keine Fragen mehr offen sind. 

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Lichtschutzfaktor 50: Wie lange kann ich in die Sonne? 

Wenn du nun schon vor der Sonnencreme mit SPF 50 stehst, stellst du dir vielleicht die Frage, ob Lichtschutzfaktor 50 überhaupt die richtige Wahl für dich ist. Vielleicht fragst du dich auch wie lange du mit Lichtschutzfaktor 50 in der Sonne bleiben kannst. Darauf werde ich dir jetzt eine Antwort geben. 

Lichtschutzfaktor 50: Wie lange kann ich in die Sonne? Du kannst mit Lichtschutzfaktor 50 etwa 50 mal so lange in die Sonne, wie ohne diesen Schutz. Abhängig von deinem Hauttyp kann dieser Lichtschutzfaktor schon zu hoch sein. 

Sonnencremes mit einem Lichtschutzfaktor 50 multiplizieren die Eigenschutzzeit deines Körpers um den Faktor 50. Wenn du Hauttyp 1 oder 2 hast, kannst du normalerweise 10-20 Minuten in die Sonne ohne dich zu verbrennen. Sobald du eine Sonnencreme mit SPF 50 aufträgst, kannst du also 500 oder 1000 Minuten in die Sonne. Das entspricht etwa 8,3 bis 16,6 Stunden in der Sonne! Die Sonnencreme filtert fast 98 % der UV-Strahlung. 

Ja, das ist schon ein ordentlicher Schutz. Die tatsächliche Zeit hängt jedoch noch von anderen Faktoren ab. Sobald du z.B. ins Wasser gehst, nimmt der Schutz ab. Der Schutzfaktor gilt außerdem pro Tag und wird durch nachcremen nicht verlängert. Doch das ist noch nicht mal der höchste Lichtschutzfaktor. Da geht noch mehr. Wie hoch genau, zeige ich dir jetzt. 

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Was ist der höchste Lichtschutzfaktor? 

Sonnencremes mit noch höherem Sonnenschutz werden mit 50+ verkauft. Es gibt durchaus Sonnencremes mit SPF 75 oder sogar 100. Diese dürfen aber nicht mehr so verkauft werden. Im Jahr 2006 wurden diese Produkte von der EU verboten. 

Das liegt vorallem daran, dass der Schutz kaum besser wird. Bei einem Lichtschutzfaktor von 30 werden etwa 97 % der UVB Strahlen blockiert. Bei einem Sonnenschutz von 50 sind es 98 %. Alles darüber macht also kaum einen Unterschied für den Schutz der Haut. 

Weiterhin ist es kaum praktikabel, wenn du dich 75 mal oder 100 mal so lange in der Sonne aufhalten kannst, wie es dir dein Eigenschutz erlaubt. Außer du findest ein Land, in dem die Sonne nie untergeht. 

Wenn du trotzdem auf Nummer sicher gehen willst, kaufe einen Lichtschutzfaktor mit 50+. Das ist der höchste Lichtschutzfaktor, den du kaufen kannst. 

Du kennst nun die höchsten Lichtschutzfaktoren, die es gibt. Zeit sich auch mal mit den anderen Lichtschutzfaktoren zu beschäftigen. 

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Was für Lichtschutzfaktoren gibt es?

Halten wir also mal fest: Es gibt Sonnencremes mit verschiedenen Lichtschutzfaktoren. Weiterhin gibt es Sonnencreme die gegen UVB Strahlung hilft und Sonnencreme die gegen UVB und UVA Strahlen hilft. 

Unter Anbetracht dieses Wissens, hier die Lichtschutzfaktoren, die es auf dem Markt gibt

  • Lichtschutzfaktor niedrig 6 und 10 = niedrig
  • Lichtschutzfaktor mittel 15, 20 und 25 = mittel
  • Lichtschutzfaktor 30 und 50 = hoch
  • Lichtschutzfaktor 50 + = sehr hoch

Lichtschutzfaktoren unter 6 gelten laut neuesten Richtlinien nicht mehr als Lichtschutzfaktor. Darunter fallen auch viele Öle, die es zu kaufen gibt. Diese haben zwar einen natürlichen Lichtschutzfaktor, dürfen aber nicht so deklariert werden. Für welchen Hauttyp, welcher Lichtschutzfaktor geeignet ist, dazu kommen wir später. 

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Weiterhin gibt es dazu noch eine Besonderheit. Wenn irgendwo SPF 50 darauf steht, wird damit nur der Schutz vor UVB gemeint. Der UVA Schutz muss dabei mindestens ein Drittel des UVB Schutzes betragen. 

Deshalb schauen wir uns auch noch kurz an wie man den Lichtschutzfaktor berechnet. 

Wie berechnet man den Lichtschutzfaktor? 

Die genaue Berechnung für den Lichtschutzfaktor sieht erst mal sehr kompliziert aus. Wenn ich in Wikipedia schaue, sehe ich dieses Gleichungsmonster: 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtschutzfaktor

Diese Formel beinhaltet das Sonnenspektrum, das Erythem-Wirkungsspektrum und die Transmission in Prozent. Anhand dieser Formel wird ausgerechnet, wie viel Strahlung der Sonne durch die Sonnencremeschicht gelangt. Je mehr UV-Filter in einer Sonnencreme enthalten sind, desto höher ist auch der Lichtschutzfaktor. 

Wenn wir es mal ganz genau nehmen, wird die prozentuale Durchdringung der Strahlung auf die Haut ausgerechnet. Je geringer der Lichtschutzfaktor, desto höher ist die prozentuale Durchdringung. 

Zum Abschluss sollten wir deshalb noch mal ans Eingemachte gehen. Ich werde dir jetzt zeigen, welcher Lichtschutzfaktor von welchem Hauttyp eingesetzt werden sollte und wie du den richtigen Lichtschutzfaktor wählst.

Lichtschutzfaktor nach Hauttyp

Bevor wir uns an konkrete Berechnungen machen, solltest du zunächst wissen, welche Hauttypen es gibt. Dabei kann dir dieser Artikel weiterhelfen: Hauttypen und Bräune. 

Danach solltest du noch weitere Faktoren für die Wahl des Lichtschutzfaktors mit einbeziehen. 

Nochmal zur Erinnerung hier die Eigenschutzzeiten der verschiedenen Hauttypen: 

  • Hauttyp 1 = ca. 10 Minuten
  • Hauttyp 2 = ca. 20 Minuten
  • Hauttyp 3 = ca. 30 Minuten
  • Hauttyp 4 = ca. 45 Minuten
  • Hauttyp 5 = ca. 60 Minuten
  • Hauttyp 6 = ca. 90 Minuten

Wenn du weißt, wie lange du mit deinem Hauttyp in der Sonne bleiben kannst, musst du noch weitere Faktoren mit einbeziehen, um den richtigen Lichtschutzfaktor für deinen Hauttyp zu finden. 

Du solltest dich fragen, wie lange du an dem jeweiligen Tag in der Sonne bleiben willst. Wenn du einen Tag am Strand planst und dich daher mehrere Stunden in der Sonne aufhältst, solltest du einen höheren Lichtschutzfaktor wählen

Wenn du dich an Orten aufhältst, wo die Strahlung aggressiver ist, musst du das ebenfalls in deine Berechnung einbeziehen. Dies ist der Fall in der Nähe des Äquators, in Höhenlagen oder auf dem Wasser. 

Weiterhin schwankt die UV-Strahlung auch während des Tages und an unterschiedlichen Tagen. Wenn du eine App benutzt, um die UV Strahlung herauszufinden, kannst du dich an diesen Tagen auch ganz aus der Sonne raushalten. Die Mittagssonne solltest du als einer der helleren Hauttypen auf jeden Fall vermeiden. 

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Unter Berücksichtigung dieser Faktoren, habe ich mal eine kleine Tabelle zusammengestellt, wie du den richtigen Lichtschutzfaktor findest. Wenn in irgendeiner Weise mehr Strahlung vorhanden ist, solltest du lieber zu dem höheren Ende der Empfehlung greifen! 

HauttypLichtschutzfaktor
Hauttyp 150 bis 50+
Hauttyp 230 bis 50+ 
Hauttyp 320 bis 30
Hauttyp 415 bis 25
Hauttyp 510 bis 20
Hauttyp 66 bis 20
Benötigte Lichtschutzfaktoren nach Hauttyp

WICHTIG: Beachte bitte außerdem, dass der Lichtschutzfaktor zwar theoretisch deine Eigenschutzzeit multipliziert, es wird aber empfohlen, diese Zeit nur zu 60 % auszureizen. 

Du solltest jetzt mit dem Wissen ausgestattet sein, einen Sonnenbrand zu vermeiden und braun zu werden. Du weißt jetzt nicht nur, was SPF 50 bedeutet, sondern du kennst auch die anderen Lichtschutzfaktoren und deren Wirkung. Da bleibt mir jetzt nur noch, dir ein schönes Sonnenbad zu wünschen, egal ob du dich im Urlaub oder auf dem heimischen Balkon sonnst. 

Weitere Fragen zu *Was bedeutet SPF 50?*

Hört man irgendwann auf braun zu werden? Ja, irgendwann hört man auf braun zu werden. Die maximale Bräune ist genetisch bedingt. Je heller dein Hauttyp ist, desto heller wirst du dein Leben lang bleiben. Es ist nicht möglich von Hauttyp 1 auf Hauttyp 6 zu kommen. 

Schützt Sonnencreme vor Hautkrebs? Sonnencreme kann nur bedingt vor Hautkrebs schützen. Übermäßige UVA und UVB Strahlung steht in Verdacht Hautkrebs auszulösen. Je länger und öfter du in der Sonne bist, desto höher ist dein Hautkrebs Risiko. Selbst mit Sonnencreme, denn diese lässt auch einen kleinen Teil der UV-Strahlung auf deine Haut. 

David Patzke

Ich helfe dir beim Bräunen! Nachdem ich lange Zeit nur rot statt braun wurde, habe ich endlich den Code zum braun werden geknackt.

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