Was ist der Unterschied zwischen UVA- und UVB-Strahlen?


Was ist der Unterschied zwischen UVA- und UVB-Strahlen? Du weißt bestimmt schon, dass die Sonnenstrahlen nicht nur einer Sorte entsprechen, also nicht nur ein und dieselbe Strahlung existiert.

Es gibt nämlich unterschiedliche Strahlen, die von der Sonne ausgehen. Und wenn du schon etwas Ahnung hast, weißt du auch, dass sie jeweils anders wirken. Vielleicht kennst du die UVB-Strahlen zudem vom Braun werden, aber machen die UVA-Strahlen nicht auch braun? Was ist dann der Unterschied zwischen UVA- und UVB-Strahlen? 

Was ist der Unterschied zwischen UVA- und UVB-Strahlen? Das unterscheidende Kriterium ist die Wellenlänge, die auch erklärt, welche Auswirkungen die Strahlen auf dich haben.  UVA-Strahlen sind langwellig und dringen deshalb tiefer in deine Haut ein. Dort können sie Kollagen deiner Haut beschädigen, lösen aber kaum Sonnenbrände aus. Die kurzwelligen UVB-Strahlen, sind energetischer und daher auch die häufigste Ursache eines Sonnenbrandes. Durch UVB-Strahlen wird jedoch auch das Vitamin D gebildet.

Kleiner Spoiler am Rande: Es gibt so viel mehr über UVA- und UVB-Strahlen, als ihre Wellenlänge! Hier einmal alles was du unbedingt über sie wissen solltest und einige andere interessante Fakten.

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UVA- und UVB-Strahlen erklärt 

Etwa 5 Prozent der Ultravioletten-Strahlung schafft es auf die Erdoberfläche und kann mit keinem deiner Sinnesorgane wahrgenommen werden. Die Wärme, die du beim Sonnen spürst, ist die Infrarotstrahlung. Dementsprechend nimmst du die UV-Strahlung nur durch ihre Einwirkung auf dich wahr. Obwohl 5 Prozent im Anteil relativ gering klingt, hat die UV-Strahlung einen doch sehr hohen Wirkungsbereich in deinem Leben.

Als Faustregel kannst du dir ganz einfach merken: Je kürzer die Wellenlänge der UV-Strahlung ist, desto energetischer ist sie. Und je energetischer die Strahlung ist, desto mehr Schaden kann sie anrichten. Kurz gesagt: Die kurzwelligen UV-B-Strahlen sind eine größere Gefahr für dich, als die langwelligen UVA-Strahlen. Umso besser, dass die Ozonschicht kaum UV-B-Strahlen durchlässt und im Vergleich fast nichts von den UV-A-Strahlen gefiltert. Aber der Schaden der UV-B-Strahlen bleibt groß… 

Das liegt daran, dass die UV-B-Strahlen durch ihre Wellenlänge nicht so tief in deine Haut eindringen, aber genau dort Schaden verursachen, der auf Dauer Hautkrebs auslösen könnte. Sie dringen in die oberen Hautzellen ein und beschädigen dort dein Erbgut. Bei geringen Mengen kann dein körpereigener Schutz diesen Fehler beseitigen, indem er das Pigment Melanin um deinen Zellkern legt. Im Ergebnis wirst du braun, aber auch das heißt nicht, dass du deiner Haut einen Gefallen getan hast! 

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Bräune bedeutet immer auch, dass sich dein Körper gegen die UV-Strahlung währen musste, ist dementsprechend auch eine Belastung deiner Haut und gerät auch nicht so leicht in Vergessenheit von ihr. Kommt dein Körper mit der Reparatur nicht hinterher, leidest du unter einer akuten Entzündung, also einem Sonnenbrand. So wird der Fehler in deinem Erbgut weitergegeben, ohne vorher repariert wurden zu sein, was einige Jahre später zu Hautkrebs führen kann.  

Gehst du sorgfältig mit den UV-B-Strahlen um, so sind sie für die Bildung von Vitamin D wichtig und können deiner Haut sogar behilflich sein, einen Eigenschutz aufzubauen. Deine Oberhaut bildet so eine Hornschicht, welche Lichtschwiele genannt wird, die weniger Strahlung durchkommen lässt. Das genügt schon lange nicht, um Bedenkenlos in die Sonne zu gehen und es bedarf daher noch an zusätzlichen Schutz durch eine Sonnencreme. 

Die UV-A-Strahlen dringen durch ihre Wellenlänge tiefer in die Haut ein und beschädigen dort die Kollagen, welche deine Haut unter Spannung halten. So verliert deine Haut an Straffheit und bildet vorzeitig Falten. Im Schatten findest du zudem ein höheren Anteil an langwelliger Strahlung, da die kurzen schlechter reflektiert werden. So kannst du auch im Schatten braun werden, aber auch vorzeitig altern. 

Die Stärke der Strahlung hängt von verschiedenen Faktoren ab. So ist die Sonnenintensität im Sommer höher als im Winter, zur Mittagszeit stärker als morgens oder nachmittags und kann unter bestimmten Umwelteinflüssen sogar intensiviert werden.

Wie kann man sich effektiv gegen UV-Strahlung schützen? 

Da du jetzt erfahren hast, was UV-Strahlung ist und wie genau sie dich beeinflusst, ist es ganz natürlich, auch wissen zu wollen, wie du dich vor den negativen Folgen schützen kannst.  

  • Je nach Jahres- und Tageszeit können die UV-Strahlen an Intensität gewinnen oder verlieren. Häufig scheint die Sonne zu Mittagszeiten am stärksten und verliert im Laufe des Tages an Intensität. Deshalb meide ganz einfach ein hohen UV-Index, den dir deine Wetter-App zu jeder Tageszeit angibt. Gehst du dennoch bei starker Strahlung raus, sorge für den richtigen Schutz. 
  • Deine Haut besitzt sowohl ein Reparatursystem, als auch Eigenschutz, aber beides genügt nicht, um dich stundenlang in der Sonne aufzuhalten, zu können. Deshalb ist es notwendig auch einen Schutz aufzutragen. Kauf dir keinen zu hohen LSF, da sich deine Haut sonst nicht an die Sonne gewöhnen kann. Achte darauf welche Inhaltsstoffe eher schädlich und unverträglich sind und meide diese. Schließlich ist dein Ziel gesund zu bleiben und nicht durch eine andere Quelle Beschwerden zu kriegen. Auch Kleidung kann die Haut vor Strahlung schützen
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  • Bist du am Meer um zu baden, solltest du dich auch nicht direkt vor dem Wasser platzieren. Denn UV-Strahlung wird durch das Reflektieren auch gleichzeitig intensiviert. Ideal wäre ein schattiges Plätzchen. Zwar befinden sich hier auch noch mehr als genug UV-Strahlen, aber die Gefahr einen Sonnenbrand zu bekommen, verringert sich.

Auch eine gute Ernährung, so wie das regelmäßige Trinken von Wasser, helfen deinem Körper einen Schutz von Innen aufzubauen! 

Wieso kann man sich mit Sonnencreme länger in der Sonne aufhalten? 

Du hörst es bestimmt ununterbrochen: “Creme dich mit Sonnencreme ein, um deine Haut zu schützen!“ und du tust es, ohne zu wissen, wie Sonnencreme denn eigentlich wirkt. 

Ich beginne mal mit den mineralischen Sonnencremes. Diese setzten auf UV-Filter, die sich als kleine weiße Partikel auf deine Haut legen und das Licht, wie ein Spiegel,von dir umlenken. Das Prinzip ist also ziemlich einfach, wird die UV-Strahlung von deiner Haut reflektiert, kann sie auch nicht in deine Haut eindringen und dort größeren Schaden anrichten.

Hier wird mit Nanotechnologie gearbeitet, denn umso kleiner die Partikel sind, desto besser lassen sie sich auf deiner Haut verteilen, aber auch später schlechter entfernen… 

Die chemischen Sonnencremes setzten auf chemische UV-Filter. Diese bilden unter deiner Haut einen Schutzfilm. Hier wird es etwas komplizierter, denn die Strahlung wird absorbiert und dann in Wärme umgewandelt. Da der Ausgangsstoff energieärmer ist, ist die Wärme an sich auch nicht schädlich für dich. Leider sind einige chemischen UV-Filter nicht gut für dich, da sie Nebenwirkungen verbergen können.  

Dennoch gibt es natürlich von beiden Sorten gute Produkte auf dem Markt, die verträglich sind und ein guter Schutz bieten können. 

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Zudem sollte dir klar sein, dass der Lichtschutzfaktor angibt, um wie viel länger du dich in der Sonne aufhalten kannst. Dies hängt von deinem Eigenschutz ab. 

Eigenschutz x LSF = Zeit, die man in der Sonne verbringen kann. 

Hier einmal eine Beispielrechnung für dich:

 20 Minuten Eigenschutz x LSF 30 = 600 Minuten Zeit in der Sonne.  

Die 600 Minuten teilst du durch 60, um diese in Stunden umzurechnen: 

600 Minuten /60 Minuten = 10h 

Weitere Fragen zu * Was ist der Unterschied zwischen UVA- und UVB-Strahlen* 

Wo ist die UV-Strahlung am höchsten? Die UV-Strahlung hängt von der geographischen Lage ab und ist umso stärker, desto näher du am Äquator bist, da die Strahlen dort senkrecht auf die Erde fallen und deshalb von weniger Luft absorbiert werden. Zudem kann die Umgebung für eine Verstärkung sorgen, wenn UV-Strahlung z.B. von Wasser oder Sand reflektiert wird. 

Welche Strahlung wird im Solarium verwendet? Die meisten Solarien arbeiten lediglich mit den UV-A-Strahlen, da diese vorerst als nicht bedenklich eingestuft waren und du leichter von UV-B-Strahlen einen Sonnenbrand erhälst. Es gibt aber auch Solarien, die mit beiden Strahlungen arbeiten, in jeweils unterschiedlichen Verhältnissen. 

David Patzke

Ich helfe dir beim Bräunen! Nachdem ich lange Zeit nur rot statt braun wurde, habe ich endlich den Code zum braun werden geknackt.

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