Wird man von Sonnencreme langsamer braun? Wir zeigen es dir!


Da alle Sonnencremes einen Lichtschutzfaktor haben, ist es normal, dass man sich fragt, ob man dadurch langsamer braun wird. Ich habe nach ein paar Antworten gesucht und welche gefunden. Ob man von Sonnencreme langsamer braun wird, zeige ich dir heute!

Wird man von Sonnencreme langsamer braun? Von Sonnencreme wird man zwar langsamer braun, die Bräune ist jedoch gesünder und hält länger, als eine Bräune ohne jeglichen Schutz. Je höher der Lichtschutzfaktor der Sonnencreme ist, umso mehr Sonnenstrahlen werden absorbiert.

Die Antwort zeigt also, dass man tatsächlich langsamer braun wird. Warum dies der Fall ist und warum das sogar besser ist verrate ich dir im folgenden Artikel.

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Wird man durch Sonnencreme langsamer braun?

Man freut sich auf den Urlaub, dass man endlich braun wird. Man cremt sich gründlich ein, damit die Haut noch geschützt ist, doch nach ein paar Mal bräunen merkt man, dass man nicht viel brauner geworden ist.

Doch bevor ich dir beantworte, warum das so ist, befassen wir uns erst mal allgemein mit dem Thema “Sonnencreme”. Mit Sonnencreme verlängern wir die Zeit, die wir in der Sonne verbringen können.

Sehr dunkle Menschen können bis zu 90 Minuten ohne Schutz in die Sonne und andere Hauttypen 5 bis maximal 30 Minuten. Wenn wir also eine Sonnencreme mit LSF 10 benutzen, dann können wir theoretisch 10 Mal länger in die Sonne. Allerdings ist LSF 10 zu wenig für ein Badenachmittag. Laut Studien, tragen die meisten Menschen zu wenig Sonnenschutz auf die Haut auf. Laut der Faustregel sollte ein Erwachsener Mensch 3 Esslöffel Sonnencreme auftragen.

Wenn man zum ersten Mal nach langer Zeit in die Sonne geht, dann wird nur die oberste Hautschicht sofort braun. Aus diesem Grund verschwindet die Bräune schnell. Bräune hängt von Melanozyten ab.

Je mehr Melanin vorhanden ist, desto besser ist die Haut geschützt. Sonnencreme mit UV-A und UV-B Filter absorbiert oder reflektiert die UV-Strahlung. Dadurch ist die Haut geschützt, da die Melanozyten mehr Zeit haben, den Eigenschutz der Haut zu entwickeln.

Durch Sonnencreme trocknet die Haut nicht so schnell aus und die Bräune bleibt länger. Sonnenstrahlen bestehen aus UV-A und UV-B Strahlen. Die UV-B Strahlen regen die Oberhautzellen an, damit sie in den unteren Hautschichten Melanin Pigmente produzieren. Diese sind am Anfang weiß und wandern an die Hautoberfläche, dort nehmen sie die Bräune an. Dafür braucht die Haut 2-3 Tage. Deshalb sollte man sich am Anfang langsam an die Sonne gewöhnen.

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Durch regelmäßige Sonne tritt die Verdickung der Hornhaut ein, so wird die Eigenschutzzeit erhöht. Bei langsamen Bräunen mit Creme bekommt die Haut genug Zeit, um einen eigenen Schutzmechanismus aufzubauen, der länger erhalten bleibt. Obwohl Produkte mit einem hohen LSF mehr als 97% des UV-Lichts absorbieren, erreichen dennoch ca. 3 % der Strahlen die Haut und können somit die Produktion von Melanin induzieren.

Durch Sonnencreme werden wir also langsamer braun. Langsames Bräunen ist jedoch gesünder für die Haut, da diese Zeit hat die Verdickung der obersten Hautschicht aufzubauen.

Wer es allerdings eilig hat, eine braune Haut zu haben und deshalb Selbstbräuner benutzt, sollte aufpassen. Den Grund dafür erfährst du im nächsten Abschnitt.

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Wie gefährlich ist Selbstbräuner?

Du bist auf einer Hochzeit eingeladen oder du gehst in den Urlaub, bist aber nicht braun und möchtest einfach nicht blass aussehen. Dir fehlt jedoch die Zeit dich in der Sonne zu bräunen und möchtest deshalb Selbstbräuner benutzen? In diesem Artikel erfährst du wie gefährlich Selbstbräuner sein kann.

Als Lotion oder Spray färbt der Selbstbräuner die Haut in wenigen Stunden dezent bis deutlich braun. Ergebnisse vom Ökotest im November 2015 zeigen, dass Selbstbräuner die Chemikalie Formaldehyd enthalten. Sogar zertifizierte Naturkosmetik ist davon betroffen.

Die Basis für Selbstbräuner ist DHA, ein Zuckermolekül. 1920 wurde es als Süßstoff für Diabetiker getestet und später entdeckte man die bräunende Wirkung. Dieses Molekül reagiert in der äußeren Schicht der Haut, dies geschieht sofort nach dem Auftragen.

Das DHA zerfällt unter Wärmeeinwirkung oder wenn es längere Zeit lagert. Der Zeitraum lässt sich leider nicht eingrenzen, deshalb kann es schon im Handel beginnen. Durch den Zerfall entwickelt sich das sogenannte Formaldehyd, welches ein Gefahrstoff ist, dass unter Verdacht steht Krebs auszulösen, außerdem soll es das Erbgut verändern.

Die meisten Selbstbräuner enthalten noch dazu Wasser, was die Sache nur noch schlimmer macht, weil es als Katalysator wirkt. Seit 2016 ist es verboten, kosmetische Produkte mit Formaldehyd in den Verkauf zu stellen. Wenn es sich jedoch nach der Herstellung bildet, greift das Gesetz nicht ein.

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Normalerweise stellt unsere Haut Farbstoffe selbst her. Das Melanin ist der normale Schutzschild der Haut gegen die UV-Strahlung. Ähnliche Pigmente bildet unsere Haut, wenn wir sie mit einer chemischen Substanz in Kontakt bringen. Die Zuckerarten DHA und Erythrulose reagieren mit den Eiweißbaustoffen auf der Hautoberfläche, wodurch Melanine entstehen.

Da sie aber nicht mit dem Melanin identisch sind, sieht die Bräune durch den Selbstbräuner nicht so natürlich aus. Der Bräunungseffekt tritt nach 1 bis 6 Stunden ein, je nachdem wie viel DHA oder Erythrulose im Selbstbräuner steckt. Erythrulose braucht zwar länger als DHA um die Haut zu bräunen, es ist aber länger anhaltend.

Ein weiteres Risiko sind die künstlichen Duftstoffe. Manche Hersteller benutzen dafür synthetische Moschus-Verbindungen, die die Leber schädigen können. Andere benutzen gefährliche Duftstoffe, die allergische Reaktionen auslösen können.

Falls du also keine andere Möglichkeit hast, als einen Selbstbräuner zu benutzen, dann solltest du diesen nur vorübergehend und nicht täglich anwenden. Weiterhin solltest du ihn kühl aufbewahren, schnell aufbrauchen und nicht lange lagern. Eine Alternative zum Selbstbräuner sind Kosmetika, die goldbraune Pigmente enthalten.

Ich hoffe, dass ich dir bei der Frage, ob man mit Sonnencreme langsamer braun wird helfen konnte. Wie du sehen konntest, wird man dadurch zwar langsamer braun, es ist aber gesünder für unsere Haut und die Bräune hält länger. Außerdem bist du gut vor den Strahlen geschützt und vermeidest einen Sonnenbrand.

Weitere Fragen zu “Wird man von Sonnencreme langsamer braun?”

Kann man mit LSF 50 braun werden? Man wird auch mit einem hohen Lichtschutzfaktor braun. Es geht zwar langsamer, als mit einem geringeren LSF, die Bräune hält dafür aber länger an.

Wann brauche ich LSF 50? Niedrige Lichtschutzfaktoren werden für Menschen empfohlen, die bereits eine gebräunte Haut haben. LSF 50 ist für Menschen mit sogenannter Mallorca-Akne geeignet, damit sich nicht neue Narbenflächen bilden.

David Patzke

Ich helfe dir beim Bräunen! Nachdem ich lange Zeit nur rot statt braun wurde, habe ich endlich den Code zum braun werden geknackt.

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